E1 gewinnt 9:5 in Ergenzingen!
Abgesehen vom SSV Ulm, der beim 9:1 in Calmbach seine Position als recht souveräner Spitzenreiter und Titel-Topfavorit unter Beweis stellte, spitzt sich in der Verbandsliga das Rennen um Platz zwei in den kommenden Wochen zu. Was auch am VfL Herrenberg liegt, der die Gäuderby-Niederlage der Vorwoche beim TTV Gärtringen schnell aus den Ärmeln schüttelte und nun im nächsten Topspiel beim bisherigen Tabellenzweiten TTC Ergenzingen mit einem 9:5-Sieg aufhorchen ließ.
Dabei waren die Voraussetzungen vor der Partie nicht die besten, da sich der über Nacht erkrankte Max Reger abmeldete. „Zum Glück konnte Martin Blume kurzfristig einspringen“, meinte Teamkapitän Max Hering, der sich freute, dass aus Herrenberger Sicht endlich in den Doppeln der Knoten platzte. Er und Domenico Sanfilippo gewannen gegen Moritz Schulz/Fabian Schnaidt das erste VfL-Doppel in der Rückrunde, allerdings sah man sich trotzdem mit 1:2 im Hintertreffen. Im durchaus richtungsweisenden Auftakteinzel verwandelte Max Hering dann seinen fünften Matchball. Alexander Frank besorgte gegen Moritz Schulz die erstmalige Herrenberger Führung, die das starke mittlere Paarkreuz mit Abwehrspieler Finn Hiemann und Domenico Sanfilippo sowie im Anschluss Ahmad El Haj Ibrahim und Martin Blume (nach Abwehr eines Matchballs) auf ein nicht zu erwartendes 7:2 ausbauten. „Sowohl Finn als auch Domenico sind derzeit einfach gut drauf“, zollte Hering den beiden ein Extralob.
Trotz des wenig erbaulichen Zwischenstands gaben sich die Ergenzinger vor heimischem Publikum noch nicht geschlagen und setzten am Spitzenpaarkreuz mit Erfolgen gegen Alexander Frank und Max Hering kurzerhand zwei Ausrufezeichen, die die Hoffnung auf eine Aufholjagd des TTC schürten. Da auch Finn Hiemann gegen Fabian Schnaidt passen musste, kam der Partie am mittleren Paarkreuz zwischen Domenico Sanfilippo und Jochen Raff recht große Bedeutung bei. In einem sehenswerten Schlagabtausch verbuchte „Dome“ Sanfilippo mit 11:9 im Entscheidungssatz das bessere Ende für sich, Martin Blume (ehemals DJK Rhenania Kleve und DJK Sportbund Stuttgart) machte mit einem Viersatzerfolg über Dominik Schnaidt den Herrenberger Coup perfekt. „Der erste Einzeldurchgang lief natürlich optimal“, meinte Max Hering, „insgesamt waren wir heute ein bisschen heißer auf den Sieg.“ Mit 17:7 Punkten befindet sich der VfL in der Tabelle auf Lauerstellung zu drei weiteren Topteams, der TTC Ergenzingen (19:5 Punkte) rutschte auf Grund eines noch weniger ausgetragenen Spiels hinter den TTV Gärtringen (21:5 Punkte) auf Platz drei.
Die Pokalfee wollte es so, dass es im Bezirkspokal-Viertelfinale zu einem rein internen Herrenberger Duell kommt. Das 4:0 gegen die eigene zweite Mannschaft kam für Alexander Frank, Max Hering und Domenico Sanfilippo folglich einer Trainingseinheit gleich. Thommy Pagel ergatterte für die VfL-Zweite den einzigen Satzgewinn. Am 16. Mai dürfte der VfL Herrenberg beim Final Four in Weil im Schönbuch ein Wörtchen um den Pokalsieg mitsprechen.
In der Frauen-Landesklasse setzte sich der VfL (10:2 Punkte) vorübergehend an die Tabellenspitze, der spielfreie VfL Sindelfingen steht mit 9:1 Punkten allerdings noch etwas besser da. Im Gegensatz zum zeitweise umkämpften Hinspiel machte das Herrenberger Quartett mit Sonja Kugler, Pia Kalmbach, Annette Hettler und Annique Göttler diesmal nicht lange rum und erteilte dem TTC Mühringen III mit 8:0 die Höchststrafe.
Thomas Holzapfel