Herren 1 machen den Klassenerhalt klar, Herren 3 die Relegation

  03.04.2023    Damen 1 Herren 3 Herren 1
Damen gewinnen in Unterreichenbach

Ausnahmslos mit Siegen bilanzierten die Herrenberger Teams am vor-österlichen Wochenende – mit besonders positiven Folgen: Die Verbandsoberliga-Männer sicherten sich durch einen in der Höhe überraschenden 9:3-Erfolg über die TTSF Hohberg II am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt. Und die Männer III in der Bezirksliga haben den Relegationsplatz sicher – und könnten im Optimalfall sogar noch ohne eigenes Zutun Meister werden.

„Natürlich hatte ich gehofft, dass wir kurz vor Saisonende einigermaßen passabel in der Liga dastehen werden, aber mit einem ausgeglichenen Punktekonto und dem sicheren Klassenerhalt in der Tasche konnte niemand rechnen“, setzte Max Hering, Kapitän der Herrenberger Ersten, am Samstag zu einem ersten Saisonfazit an. Das sich zwei Spieltage vor Saisonende und einem 9:3-Coup über den Tabellendritten TTSF Hohberg II ganz beruhigt ziehen lässt. „Wenn wir komplett antreten können, sind wir in der Lage, jeden Gegner in der Liga zu schlagen“, sagte Max Hering und verweist auf Neuzugang Alexander Frank, der in der Rückrunde in bislang sechs von sieben Spielen einsatzbereit war und mehr als nur eine Teilzeitkraft darstellte. „Und dann haben wir mit Mahmoud und Andrew natürlich zwei Spieler im Kader, die eine besonders gute Saison gespielt haben.“ Zudem sei man in der zweiten Saisonhälfte deutlich stärker in den Doppeln aufgetreten. „Und ein guter Start in die Partie ist natürlich auch immer etwas wert.“

Gegen die Gäste aus der Ortenau, denen man in der Vorrunde noch mit 4:9 unterlag, lief so ziemlich alles für den VfL. Das Doppel mit Domenico Sanfilippo und Max Reger sah sich gegen Marco Spitz/Leon Huck bereits mit zwei Matchbällen im fünften Satz konfrontiert, machte dann aber aus dem 8:10 noch ein 12:10. Auch in den Einzeln überstand man kritische Momente: Max Reger wehrte am hinteren Paarkreuz gegen Jonas Degen ebenfalls einen Matchball ab, genauso befand sich Andrew Schönhaar gegen Marco Spitz bereits auf der Verliererstraße und gewann noch mit 11:8, 12:10, 7:11, 8:11 und 14:12. So waren es einzig Alexander Frank und Andrew Schönhaar, die im ersten Einzeldurchgang in ihren Fünfsatzpartien passen mussten. Was angesichts des 3:0-Traumstarts aus den Doppeln keine gravierenden Auswirkungen hatte. Am Ende fuhren die Herrenberger einen unerwartet deutlichen 9:3-Heimsieg ein. „Wir sind jetzt in erster Linie einmal froh, dass wir es gleich im ersten der drei restlichen Saisonpartien gepackt haben“, meinte Max Hering, „die letzten beiden wären vermutlich noch deutlich schwerer geworden.“ So geht es nach Ostern relativ gelassen ins Saisonfinale mit Partien gegen den TTC Weinheim II und beim TTC Tuttlingen. 

In den nächsten Tagen dürfte auch noch die Entscheidung fallen, mit welchem Personal sich der VfL im zweiten Verbandsoberliga-Jahr positionieren wird. Aktuell steht vor allem hinter Youngster Mahmoud El Haj Ibrahim noch ein Fragezeichen, dem bekanntlich Anfragen von den üblichen Verdächtigen, also Großvereinen wie dem Sportbund Stuttgart oder dem TTC Bietigheim-Bissingen vorliegen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir unverändert ins neue Jahr gehen könnten“, meint Max Hering, „ich denke, da wird in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen.“ 

Mit zwei deutlichen 9:3-Erfolgen beendete der VfL Herrenberg III die reguläre Bezirksliga-Saison. Und weiß aktuell trotzdem noch nicht so recht, wie es weitergeht. Die Mannen um Kapitän Jochen Kugler haben den Relegationsplatz zwei schon mal sicher, dort würde es Anfang Mai eventuell gegen den TTV Gärtringen III gehen. Nicht gänzlich auszuschließen ist jedoch auch, dass der aktuelle Bezirksliga-Tabellenführer SV Böblingen III noch gegen den Dritten aus Weil der Stadt patzt, in diesem Fall würden die Herrenberger sogar noch zu Meisterehren kommen. Dies liegt allerdings nicht in den Händen des VfL. „Ich gehe davon aus, dass sich die Böblinger in der Aufstellung vom vergangenen Spieltag die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen“, meint Jochen Kugler. Beim 9:3 gegen Steinenbronn waren Spannungsmomente eher rar, zwei vorentscheidende Spiele gewannen Damir Stefanac und Elmar Fallscheer, die nach 0:2-Satzrückstand noch über die TSV’ler Marc Endres und Andreas Gnann triumphierten. Stefanac half dabei ein Time-Out im im dritten Satz, danach machte er zehn Punkte in Serie. Elmar Fallscheer sorgte für den Schlusspunkt, als er Marcel Muschalla die erste Rückrundenniederlage beibrachte. 

Im „Endspiel“ um Platz zwei ging es für die VfL-Dritte am Sonntag gegen Weil der Stadt III, die sich zuletzt bei drei Niederlagen eher auf dem absteigenden Ast befanden. Die Herrenberger nutzten das Momentum und zogen unwiderstehlich auf 7:1 davon. Ralf Haug und Richard Göttler hätten sogar auch ihr Doppel gewinnen können, mussten aber trotz Matchbällen gratulieren. Jochen Kugler machte gegen Jörg Rappold sechs Punkte mehr (12:10, 12:10, 13:11), Weil der Stadts Routinier Thomas Verleih musste auf Grund von Knieproblemen frühzeitig passen. 

Mit einem positiven Punktekonto von 13:11 beendeten die Landesklasse-Frauen die Saison auf dem vierten Platz. Zum Abschluss setzten sich Corinna Thiele, Emely Schreiner, Sonja Kugler und Annique Göttler (die zwei Mal kampflos gewann) gegen das dezimierte Team der TTG Unterreichenbach-Dennjächt II mit 8:1 durch.  

Thomas Holzapfel
 

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