Punktverlust für E1 in Amtzell

  02.02.2026    Herren 2 Herren 1
Acht Einzelsiege reichen nicht aus

„Es gibt einfach solche Tage, da erwischen einige vom Gegner einen Traumtag und treffen alles“, brachte Herrenbergs Kapitän Max Hering das doch etwas überraschende 8:8 seines Verbandsliga-Teams beim SV Amtzell auf den Punkt. „Vor allem in den Doppeln waren wir in manchen Situationen schlichtweg machtlos“, meinte Hering weiter. Ehe sich der Favorit versah, lag er im Oberschwäbischen mit 0:3 im Hintertreffen, lediglich zwei Sätzchen sprangen durch die Kombination Max Reger/Domenico Sanfilippo heraus. Hinzu kam, dass Amtzells Nummer eins Felix Wigand neben Spielstärke auch mit dem Gefühl für das richtige Momentum aufwartete: Mit 7:10 lag Wigand im ersten Einzel gegen Max Reger im Hintertreffen, sah sich in Durchgang vier bereits mit drei Matchbällen konfrontiert. Aber Max Reger brachte das Match nicht durch – Zwischenstand aus Herrenberger Sicht 0:4. 

Verloren war aber längst noch nichts, Max Hering, Finn Hiemann, Ahmad El Haj Ibrahim und Martin Blume schafften noch im ersten Einzeldurchgang den Anschluss zum 4:5. Leicht angeschlagen, musste dann auch Max Hering im Spitzeneinzel gegen Felix Wigand passen (10:12, 11:8, 9:11, 9:11), aber Max Reger, Domenico Sanfilippo, Martin Blume und Ahmad El Haj Ibrahim hielten den VfL auf Kurs. Die 8:7-Führung konnte dann durch das Schlussdoppel Hering/El Haj Ibrahim allerdings nicht veredelt werden. 

Ohne Topmann und Teilzeitkraft Alexander Frank wusste man, dass sich das 9:2 aus der Hinrunde nun in der Fremde nicht wiederholen ließe. Allerdings mussten die Amtzeller auch auf ihren Routinier Michael Romer verzichten. „Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung“, attestierte Max Hering, „immerhin haben wir uns nach dem miesen Start gut ins Spiel zurückgekämpft.“ 

Insgeheim waren die Ergebnisse der Bezirksliga-Männer am Doppelspieltag so zu erwarten. Erst wurde man bei Schlusslicht SG Renningen-Malmsheim seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit dem höchsten aller Ergebnisse, dann stand man zuhause gegen Titelanwärter SV Böblingen III beim 2:9 auf verlorenem Posten. Das 9:0 in Renningen fiel angesichts des Satzverhältnisses von 27:13 deutlich zu hoch aus, immerhin ging es gleich sechs Mal in den entscheidenden fünften Satz. Besonders nervenstark agierten dabei Jochen Kugler, Elmar Fallscheer und das Doppel Ralf Haug/Richard Göttler, die jeweils in der Satzverlängerung den Sack zumachten. Gegen Böblingen waren es Ahmad El Haj Ibrahim und Sascha Müller, die das Ergebnis etwas freundlicher gestalteten. Mit 11:11 Punkten bleibt der VfL Herrenberg II bis auf Weiteres in sicheren Gefilden im Bezirksoberhaus. 

Thomas Holzapfel