Saisonvorschau 2020/2021

  31.08.2020 •     Tischtennis
VfL Herrenberg Abt. Tischtennis - Saisonvorschau 2020/2021

(tho) Die erste Mannschaft des VfL Herrenberg hat endlich ihr Fahrstuhl-Image los. Nach der abermaligen Rückkehr in die Verbandsklasse wurde zuletzt in souveräner Manier der Klassenerhalt geschafft. Nun, in der umbenannten Verbandsliga, scheint abermals das Potenzial für eine erfolgreiche Spielzeit vorhanden zu sein. Insgesamt geht die Herrenberger Tischtennis-Abteilung mit sechs Herrenteams, jeweils einer Mannschaft im Damen- und Seniorenbereich sowie sieben Jugendmannschaften in die am 19. September beginnende Spielzeit, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von zwei Mannschaften.

Was einen geordneten und problemlosen Verlauf der neuen Saison anbetrifft, gibt es im Herrenberger Lager durchaus skeptische Ansichten. „Auf Grund der aktuellen Corona-Situation muss abgewartet werden, wie die Saison von statten geht und gegebenenfalls wie lange sie überhaupt läuft“, sagt VfL-Spielleiter Jochen Kugler, der sich hinsichtlich möglicher Platzierungen der Herrenberger Teams zurückhält, „gerade bei den Aufstellungen können sich von Woche zu Woche Veränderungen ergeben. Grundsätzlich bin ich dafür, die Saison zu starten und in den Verbandsspielklassen auch mit Doppeln zu spielen.“ Kugler weist noch auf eine andere Thematik hin: „Es ist noch offen, wie viele Punktspiele wir in unserer Halle zeitgleich durchführen können. Bei der großen Anzahl an VfL-Mannschaften könnte dies an manchen Spieltagen zu Problemen führen.“ Max Hering, Teamkapitän der ersten Mannschaft, schwant derweil Übles: „Ich glaube angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht, dass wir die Saison normal zu Ende spielen können, eher rechne ich mit einem Abbruch und einer Annullierung im Herbst oder Winter.“

Ungeachtet möglicher Spätfolgen soll der Fokus primär einmal dem Sportlichen gelten. Wie bisher gehen bei den Männern I Andrew Schönhaar, Max Reger, Max Hering, Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach, wenngleich in leicht veränderter Aufstellungsreihenfolge, ins Rennen. Für Piet Herr, der an der Sporthochschule in Köln studiert, rückt nun Neuzugang Devin Wenzel (kam aus Deißlingen) ins Team. „Ich denke, die Liga ist in diesem Jahr schwächer als zuletzt, deshalb streben wir einen Platz im oberen Mittelfeld an“, gibt sich Max Hering diesmal optimistisch, „vor allem an den hinteren Positionen sind wir stark aufgestellt. Vielleicht gelingt es uns sogar, den einen oder anderen Favoriten zu ärgern.“ Die Teams aus Ergenzingen, Böblingen und Mühringen werden laut Hering die vorderen Plätze einnehmen.

Wirft man einen Blick auf die Aufstellung der zweiten Mannschaft in der Landesklasse, kann es den Gegnern angst und bange werden, in Bestbesetzung würde der Vorjahresfünfte diesmal sicher um den Titel mitspielen. Studienbedingt stehen nicht immer alle Leistungsträger zur Verfügung (Tim Sebastian, Tobias Gawlitza), zudem haben sich im Vorfeld bereits diverse Spieler als Teilzeitkräfte einordnen lassen. Auf jeden Fall immer zu rechnen ist mit Jugendspieler Finn Hiemann, der zuletzt in der Bezirksliga-Dritten spielte und nun auf stärkere Kontrahenten trifft. „Eine Platzierung im oberen Tabellendrittel mit Überraschungspotenzial“ lautet die Zielsetzung nach Aussage von Jochen Kugler, „da es keinen Topfavoriten auf die Meisterschaft gibt, dürfte für Spannung gesorgt sein.“ Saisonstart ist am 27. September im Heimspiel gegen Landesliga-Absteiger TTG Unterreichenbach-Dennjächt.

Die Männer III in der Bezirksliga, die am 19. September beim FSV Deufringen in die Saison starten, setzen ihr Hauptaugenmerk auf den Klassenerhalt. Dies soll mit den Routiniers Elmar Fallscheer, Jochen Kugler, Holger Salmon und Abteilungsleiter Stephan Dieterle-Lehmann gelingen, zudem kann auf Neuzugang Eugen Artemenko (kam vom SKV Unterensingen) und die Teilzeitspieler Michael Baier und Ralf Haug zurückgegriffen werden. Mit dem Einsatz der Jugendspieler Gabriel Peters und der Brüder Mahmoud und Ahmad El Haj Ibrahim hat man zudem fest die Einbindung junger Talente in den Aktivenbereich im Blick.

Nach dem Aufstieg in die Kreisliga A will die junge, vierte Mannschaft möglichst schnell die Schäfchen ins Trockene bringen. Auch hier stehen die Youngsters Mahmoud und Ahmad El Haj Ibrahim sowie Gabriel Peters gelegentlich zur Verfügung, zusammen mit Leo Hiemann, Siddy Hinzke und den erfahrenen Yvon Lusseault und Sebastian Schuppel will man das Feld rocken. Mit einem Mix aus erfahrenen, jüngeren und noch im Nachwuchsbereich aktiven Spielern visiert die VfL-Fünfte um Kapitän Jan Schmedding möglichst einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Kreisliga B an. Gänzlich ohne Stress geht die neu gemeldete sechste Mannschaft in der Liga der Unabsteigbaren ins Rennen, Teamchef Werner Hettler zählt dabei unter anderem auf die Dienste von Hjalmar Hiemann, Michael Schrottwieser, Erich Roob, Noah Welte, Benjamin Kauffer und den weiblichen Verstärkungen Sonja Kugler und Corinna Thiele.

Die Senioren des VfL bleiben in der Bezirksliga eine feste Konstante, dabei zählt Harald Schneider neben den altbewährten Kräften Edgar Jüngling, Martin Gerlach, Thomas Roll, Hans Sebastian auch auf Neuzugang Bernd Schreiner.

Die erst 10-jährige Nachwuchshoffnung Fatme El Haj Ibrahim, Mitglied des Verbandskaders, ist neue Nummer eins im Herrenberger Damen-Bezirksligateam, das am 19. September die Auftaktpartie gegen den VfB Cresbach-Waldachtal bestreitet. Mannschaftsführerin Corinna Thiele freut sich außerdem – zusammen mit Sonja Kugler, Pia Kalmbach, Jacqueline Pirk, Annette Hettler und Mia Zottl - auf das Comeback von Annique Göttler.

Aushängeschild im Jugendbereich ist weiterhin die erste Mannschaft im Verbandsoberhaus. Mit Nico Scheuring konnte ein großes Talent vom Kraichgau-Club TTC Odenheim nach Herrenberg gelockt werden. Trainer Jan Schmedding: „Wir kennen Nico schon länger von gemeinsamen Ferienlehrgängen. Da er in erster Linie für seinen Heimatverein Odenheim bei Herrenspielen zum Einsatz kommt, muss man abwarten, wieviel Spiele er letztendlich für uns machen kann. Wenn er spielt, stellt er jedenfalls eine Riesenverstärkung dar.“ Finn Hiermann ist weiterhin die Nummer eins im U 18-Team, mit ihm kämpfen der erst 12-jährige Mahmoud El Haj Ibrahim, Gabriel Peters und Ahmad El Haj Ibrahim um wichtige Punkte in der Verbandsliga. Mit sechs weiteren Teams in der Landesklasse (mit Neuzugang Malte Michael), der Bezirksliga, der Kreisliga A, im U 13-Bereich und bei den Mädchen kann man im Herrenberger Nachwuchsbereich weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen.

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